Kolbenplatte Kalaschnikow

Bild 35 Aufgesetztes Zusatzkorn

Bild 36 Aufgesetzte Zusatz-

3 - Zusatzkorn in Schioßstellung;

4 - Zusatzkorn in Raststellung;

5 - Haltorung

1 - Vlsierfuß; 2 - Visierklappe; 3 - Zusatzklnme in Schießetellung klmme

3.7. Aufpflanzen und Abnehmon dee Seitengowehre

Zum Aufpflanzen des Seitengewehrs die MPi so mit dor linken Hand am Handschutz fassen, daß dos Korn nach link& zeigt. Dos Seitengewehr aus der Scheide ziehen, mit der rechten Hand am Griff erfassen und mit den Längsnuten auf den Ansatz des Kornfußes sowie mit dem Ring auf den Mündungsbromsekomponsetor aufschieben (Bild 37), bis die Sperre hörbar oinrestet. Zum Abnehmen mit dorn Daumen der rechten Hand die Sperre am Seitengewehr eindrücken und das Seitengewehr abnohmen (Bild 38).

Seitengewehr

8ild 37 Aufpflonzen dos Seitengewehrs

Bild 38 Abnehmen des Seitengewehrs

4. Zusammenwirken der Teile

4.1. Lage der Teile vor dem Laden

Die Schloßführung mit Gaskolben und Schloß befinden sich unter Einwirkung der Schließerelnrichtung in der vordersten Stellung, der Gaskolbenkopf in der Gaskammer dos Verbindungsstückes. Der Lauf ist vom Schloß verriegelt; das Schloß ist dabei um eoine Längsachse nach rechts gedreht, die Verriegelungswarzen greifen in die Verriegelungenuten des Gehäuses ein. Die Schließfeder ist nur wenig gespannt (Vorspannung).

Der Sperrhebel ist durch den rechten Ansatz der Schloßführung nach vorn und unten gedreht. Das Schlagstück Ist entspannt und liegt am Schloß an. Dadurch befindet sich der Schlagbolzen in der vordersten Stollung. Die Schlagfeder ist nur wenig gespannt, sie drückt mit der Schlaufe das Schlagstück nach vorn und mit den FedorBnden die Abzugsgabel an den Gehäuseboden, womit der Abzug in vorderster Stellung genalten wird.

Der Vorzögerer ist unter der Wirkung der Feder des Verzögerors alt dem vorderen Ansatz gegon den Gehäusebodon gedrückt. Der Schalthebel befindet sich in der obersten Stellung und verschließt di« Ausnehmung im Gehäusedeckel, der Nocken des Schalthebels greift in die Ausnehmung des Unterbrechers oin und befindet sich über der rechten Hälfte der Abzugsgabel, blockiert somit den Abzug (Bild 39),

Bild 39 Loge der Teile

Schlagbolzen Schlo

Schlagfedor; 7 -Schlagetück; 8 - Arm des Sporrhebele; 9 -Schloßführung; 10 -Ansatz dos Sperrhebels

1 - Abzug; 2 - Schlagbolzen mit Nocken; 3 -Unterbrecher; 4 - verzögerer; 5 - Haltenase des Abzuges; 6 -

ter Waffe

ter Waffe

4.2. Zusammenwirken der Talle beln Ladon

Zum Laden ein gefülltes Magazin einsetzen, den Schalthebel auf Dauer- oder Einzelfeuer stellen, den VorschluB bis zum Anschlag zurückziehen und freigeben. Damit ist die Waffe geladen. Soll nicht unmittelbar danach das Feuer eröffnet werden, die Waffe sichern.

Beim Einsetzen des Magazins greift die Magazinsperre hinter den Ansatz, des Magazins und hält das Magazin im Magazlneinschub. Die obere Patrone, die von unten gegen die Schloßführung gedrückt wird, drückt die übrigen Patronon otwas in daB Magazin zurück und drückt gleichzeitig auf die Zubringorfeder. Beim Stellen des Schalthebels auf Dauerf euer wird dlo Ausnehmung im Gehäusedeckel und damit der Weg für den Spanngriff freigegeben. Der Nocken des Schalthebels verbleibt über dem Nocken des Unterbrechers, behindert aber nicht mehr die Drohung des Abzugs. Beim Zurückziehen des Verschlusses drückt die Schloßführung anfangs mit der vorderen Abschrägung der Führungsnut so auf die Führungswarze des Schlosses, daß sich das Schloß nach links dreht und die Verrlegelung3warzen dos Schloß ontriegelrt. Der Arm dos Sperrhebols gleitet 0U3 der Ausnehmung der Schloßführung heraus, während der Ansatz des Sperrhebols durch die Wirkung der Feder an die vordere Fläche des Schlagstückes gedrückt wird. Belm weitoren Zurückführen der Schloßführung geht gleichzeitig das Schloß mit zurück und öffnet den Lauf. Oie Schließfeder wird zusammengedrückt. Das Schlagstück dreht sich durch die Wirkung der Schloßführung um seine Achse, spannt die SchlBgfeder und rastet zunächst hinter der Haltonase des Abzugs ein, greift dann unter die Klinke des Verzögerers. Der Sperrhebelansatz 3etzt sich vor den Nocken des Schlagstücke3, der Arm des Sperrhebels wird angehoben und ragt in die Verschlußbahn. Sobald die Unterkante der Schloßführung über den Msgazinelnschub nach hinten geglitten ist, werden die Potronen durch den Druck der Zubringerfeder so weit nach obon gedrückt, bis die oberste Patrone an den gebogenen Seitonwänden, den Magazinlippen anliegt. Beim Freigeben des Spsnngriffe3 schnellt die Schloßführung mit dem Schloß durch dio Wirkung der Schließereinrichtung nach vorn. Das Schloß stößt die oberste Patrone aus dem Magazin in das Patronenlager und vorschließt den Lauf. Nähert sich daB Schloß dem Laufmundstück, ergreift dio Auszieherkralle den Hülsenboden. Da die Abschrägung der linken Führunganut des Gehäuses auf die Ab-

Auszieherkralle

Bild 40 Lage der

Teil» nach dem Laden

1 - Abzugj 2 -Schaltbolzen; 3 -Verzögerer; 4 -Schlagstück; 5 - Ansatz des Sporrhebels; 6 - Schloßführung schrägung der linkon Verriegelungswarze dos Schloßes und im wei-toren die Führungsnut der Schloßführung auf die Führungswarze des Schlosses wirkt, wird das Schloß um seine Längsachse nach rechts gedreht. Die Verriegelungswarzen und der Verriegelungsansatz im Gehäuse setzen sich vor das Verriegelungswidorlager. Oer Lauf ist damit verriegelt. Mit der weiteren Vorwärtsbewegung der Schloßführung dreht diese mit dem rechten Ansatz den Arm des Sperrhebels nach vorn und unten. Dadurch gibt der Ansatz des Sperrhebels das Schlagstück frei. Das Schlagstück dreht sich unter dem Druck der Schlagfeder, gleitet über die Klinke des Winkelhebels und setzt sich mit dorn Kopf unter die Haltenase des Abzugs (Bild 40). Die Patronen im Magazin worden durch die Wirkung der Zubringerfeder angehoben, bis die oberste Patrone an der Schloßführung anliegt. Beim Sichern der Waffe verschließt der Schalthobel die Ausnehmung des Gehäusedeckels und sperrt damit die Rückwärtsbewegung des Spanngriffes. Oor Nocken des Schalthebels wird nach vorn geschwankt, setzt sich über die Abzugsgabel und blockiert den Abzug.

4.3. Zusammenwirken der Teile bei Dauerfeuer

Zum Schießen von Dauerfeuer don Schalthebel auf Dauerfeuer stellen und den Abzug botätigen.

Bei« Stellen des Schalthebels auf Dauerfeuer gibt dor Nocken des Schalthebels die Abzug3gabel frei (entsichort den Abzug), sperrt Jedoch noch den Unterbrecher. Der Abzug kann damit um seine Achse geschwenkt werden. Der Sperrhebel wird gemeinsam mit dem Abzug vom Nocken dea Schalthebels gshalten.

Beim Betätigen des Abzugs gibt die Haltenase das Schlagstück frei. Durch die Wirkung der Schlagfeder dreht sich dae SchlagBtück um seine Achse und Bchlägt auf den Schlagbolzen. Die Schlagbolzenspitze trifft auf das Zündhürchen der Patrone. Der Zündsatz wird entzündet, die Stichflamme achlägt durch die Zündkanäle im Hüleen-boden auf die Treibladung und entzündet sie. Der Schuß bricht. Da9 Geschoß wird unter dem Druck der Pulvergase durch den Lauf gepreßt. Nachdem es den Gaskanal im Lauf passiert hat, strömt ein Teil der Pulvergsse durch diese Bohrung in die Gaskammer des Verbindungsstückes, wirkt auf den Gaskolben und drückt die Schloßführung zurück. Bei dar Rückwärtsbewegung der Schloßführung (ebenso wie beim Zurückziehen Oes Spanngriffes) dreht die vordere Abschrägung der Führungsnut das Schloß um seine Längsachse und löst die Verriegelungswarzen aus dem Verriegelungswiderlager. Das Schloß wird entriegelt und der Lauf geöffnet. Der Ansatz der Schloßführung gibt den Arm dos Sperrhebels frei, der durch die Wirkung der Feder etwas angehoben wird. Der Ansatz des Sperrhebels wird an dio vordere Fläche des Schlagstückes gedrückt. Zu diesem Zeitpunkt verlaßt das Geschoß den Lauf.

Hat das Geschoß den Lauf verlassen, gleiten die Pulvergase in die hintere Kammer des Mündungsbremsekompensators, dehnen sich aus und erzeugen beim Durchetrömen der Ausgleichsbohrungen eine Rück8toßkraft, die die Laufmündung der Waffe nach der den Bohrungen entgegengerichteten Seite drückt (nach links unten). Ein Teil der auf die vorderen Wände der hinteren und vorderen Kammer auf treffenden Pulvergase verringert die Rückstoßkraft . Das Zusammentreffen der aus den Schlitzen der hinteren Kammer austretenden Gase mit den von der vorderen Wand der vorderen Kammer zurückströmenden Gase verringert den Mündungsknall. Oie Schloßführung mit dem Schloß gloitet durch die Trägheit weiter nach hinten. Oie von der Auszieherkralle gehaltene Hülse stößt auf den Auswerfer und wird ausgeworfen.

Im weiteren vollzieht sich das Zusammenwirken der Teile mit Ausnahme Oer Funktion des Schlagstückee und des Verzögerers wie beim Laden. Das Schlagstück wird bei der Vorwärtsbewegung von Schloßführung und Schloß durch den Ansatz des Sperrhebels gehslten. Nachdem das S.chloß die oberste Patrone aus dem Magazin in das Patronenlager eingeführt hat, der Lauf verschloseen und das Schloß

verriegelt wurde, wird der Ansatz des Sperrhebels aus dem Nocken des Schlagstücke3 gelbst. Das Schlagstück dreht sich durch den Druck der Schlagfeder und schlägt auf die Klinke de9 Verzögerers. Der Verzögerer wird nach hinten gedreht, das Schlagstück schlägt dabei gegen dessen vorderen Ansatz. Dadurch wird die Bowegung dos Schlagstücke3 nach vorn etwas verzögert, 30 daß der Lauf nach dem Aufschlagen der Schloßführung mit dem Schloß etwa in_die Ausgangsstellung zurückkohren kann, wodurch sich die Trefferdichte erhöht. Nach dem Schlag des Schlagetückee auf den vorderen Ansatz dos Verzögeren schlägt das Schlagstück auf den Schlagbolzen. Der Schuß bricht und das Zusammenwirken der Teile wiederholt sicfi. Das Dauerfeuer wird eolange geführt, wie der Abzug betätigt wird und Patronen im Magazin vorhanden sind.

Zum Einstellen de8 Schießens den Abzug loslassen. Dabei droht sich der Abzug unter dem Druck der Schlagfeder, die Haltenase des Abzugs versperrt dem Schlagstück den Weg. Das Schlagstück bleibt gespannt. Das Schießen wird unterbrochen, die Waffe bleibt jedoch geladen und ist zum weiteren Schießen von Dauerfeuer bereit.

4.4. Zusammenwirken der Teile bei Einzelfeuer

Zum Schießen von Einzelfeuer den Schalthebel auf Einzelfeuer stellen und den Abzug betätigen.

Beim Umschalten dee Schalthebels auf Einzelfeuer gibt der Nocken des Schalthebels die Abzugsgabel (Abzug wird entsichert) und gleichzeitig den Nocken des Unterbrechers frei.

Bein Betätigen des Abzugs gibt die Haltenase das Schlagstück froi. Durch die Wirkung der Schlagfeder dreht sich das Schlagstück und schlägt auf den Schlagbolzen, der das Brechen des Schu38os bewirkt. Nach dem 1. Schuß führen die Teile die gleiche Bewegung wie bei Dauerfeuer aus. Es erfolgt Jedoch kein weiterer Schuß, da sich zusannen mit dem Abzug auch der Unterbrecher bewegt und-die Halte-nase des Unterbrechers in der Bowegungsrichtung des Schlagstückkopfes steht. Der Kopf des Schlagstückes wird vom Unterbrecher gehalten, das Schlagstück verbleibt in der hinteren Stellung (Bild 41).

Soll der nächste Schuß abgegeben werden, den Abzug loBlaseen und erneut betätigen. Bein Freigeben des Abzugs dreht er sich durch den Druck der Schlagfeder zusammen mit dem Unterbrecher, und die

Abzugsgruppe M16

Bild 41 Lage der Teile nach dem

Schießen von

Einzelfeuer

(Abzug wird noch betätige)

1 - Abzug; 2 - Verzögerer; 3 - Unterbrecher; 4 - Schlag-atück; 5 - Ansatz des Sperrhobels; 6 -Schloßführung

Holtonaso dos Unterbrechers gibt den Kopf des Schlagstückes frei. Das Scnlagstück dreht sich durch die Wirkung der Schlagfeder, überwindet die Klinke und den vorderen Ansatz des Verzögerers und wird von der Haltonase des Abzugs gehalten. Boim erneuten Betätigen des Abzugs gibt die Haltenase dos Abzugs den Kopf des Schlagstückes frei, der Vorgang wiederholt sich und der nächste Schuß bricht.

4.5. Hemmungen und doren Beseitigung

Ursache

Hemmung

Patrone wird nicht zugeführt

Patrone stößt mit der Geschoßspitze an das Laufmundstück, Verschluß gleitet nicht bis in die vorderste Stellung a) Magazin verschmutzt oder defekt

Beseitigung

Waffo durchladen. Schießen fortsetzen; bei erneuter Hemmung Magazin auswechseln

Waffe zur Instandsetzung goben

Spanngriff festhalten, ateckenge-bliebene Patrone entfernen, Schießen fortsetzen; bei erneuter Hemmung Magazin auswechseln b) Magazinsperre beschädigt

Magazin defekt

Verschluß ist in vorderster Stellung, Patrone befindet sich im Pat ronenlager, Abzug wurde betätigt, Schuß bricht nicht

Hülse bleibt im Patronenlager, die zugeführte Patrone stößt an, Verschluß gleitet nicht bis in die vorderste Stellung

Hülse wird nicht ausgeworfen, bleibt vor dem Schloß odor wird in dö3 Patronenlager zurückgeführt a) Vorsager b) Schlagbolzen odor Schlagelnrichtung beschädigt; Schlagbolzen klemmt durch Verschmutzung oder durch Verharzung des Die (Aufschlagstelle der Schlag-bolzenspitze am Zündhütchen wonig oder nicht deformiert)

c) Schlagbolzen sitzt im Schloß fest a) Patrone odor Patronenlager verschmutzt b) Auszioher oder

Auszieherfeder verschmutzt oder beschädigt a) Vorschluß, Gaskanal oder Patronenlager verschmutzt b) Auszieher verschmutzt odor beschädigt

Waffe durchladen und Schleßon fortsetzen bei orneuter Hemmung Schlagbolzen und Schlageinrichtuny überprüfen und reinigen; bei Beschädigung oder Verschleiß dor Schlagelnrichtung Waffe zur Instandsetzung gebon

Schlagbolzen aus dem Schloß ausbauen, Schlagbolzenbohrung im Schloß reinigen

Spanngriff zurückziehen und festhalten, Magazin abnehmen, zugeführte Patrone herausnehmen; mit dem Schloß odor mit dem Roinigungs-3tock Hülse aus dem Patronenlager entfernen; Schießen fortsetzen; bei erneuter Hemmung Patronenlager und Patronen reinigen

Auszieher überprüfen und reinigen, Schießen fortsetzen; oei beschädigtem Auszieher Warfe zur Instandsetzung geben

Spanngriff zurückziehen, Hülse auswerfen und Schießen fortsetzen; bei erneuter Hemmung Führungsrohr, Vorschluß und Patronenlager reinigen; Verschluß einölen; bei beschädigtem Auszieher Waffe zur Instandsetzung geben

Verschluß gleitet nicht bis in die vorderste Stellung

Schließfeder ge

Schließfeder auawechseln (unter Ge brochen fechtsbedingungen vorderen Federteil umdrehen und Schießen fortsetzen)

5. Durchsicht und Wartung 5.1. Allgemeines

Für in Nutzung befindliche MPi (IMG) sind festgelegt:

a) Durchsicht vor dem Einsatz {DvE), b) laufende Wartung (LW), c) technische Wartung Nr. 1 (TW 1), d) technische Wartung Nr. 2 (TW 2). Die DvE führt der Schütze aus a) vor dem Ausrücken zur Ausbildung, b) vor dem Wachaufzug, c) während des Gefechtes In regelmäßigen Abständen.

d) vor der Lösung einer Gefechtsaufgabe.

Zur DvE die Waffe teilweise auseinandernehmen. Die LW führt der Schütze aus a) an genutzten Waffen nach dem letzten Einsatz am Tag.

b) bei abgestellten und kurzfristig aufbewahrten Waffen einmal in der Woche.

Zur LW die Waffe teilweise oder vollständig auseinandernehmen. Die TW 1 führen die Schützen unter Hinzuziehung der Waffenmeister der Einheit oder dee Truppenteile nach gesondert festgelegten Fristen durch.

Die TW 2 führen spezialisierte Waffenwerkstätten auf der Grundlage spezieller Dokumente nach gosondert festgelegten Fristen aus. V/erden bei der DvE und der LW Beschädigungen oder Funktionsstörungen festgestellt, die Mängel durch Auswechseln von Teilen beseitigen oder die Waffe einer Inetandeetzungseinrlchtung zuführen.

5.2. Durchsicht vor dem Einsatz

Vor der OvE kontrollieren, daß sich keine Patrone im Lauf befindet . Bei der DvE überprüfen, ob a) alle Teile der Waffe (einschließlich Zubehör) vorhanden Bind;

b) sich an dsn Metallober flächen Rost, Schmutz sowie Beulen, Kratzer, Schrammen und andere Beschädigungen befinden, die die normale Funktion der Teile beeinträchtigen:

c) sich an den Holz- oder Kunststoff teilen Risse, Absplitterungen und Stoßetellen befinden;

d) Fremdkörper im Lauf vorhanden sind;

e) sich das Visier und das Korn in einem einwandfreien Zustand befinden j

- Der Visierkamm darf keine Beulen aufweisen.

- Der,Vl9lerschieber muß sich ohne Schwierigkeiten auf der Visierklappe verschieben lassen und in den vorgesehenen Stellungen einrasten.

- Die Feder muß der Visiorschleber zuverlässig halten.

- Das Korn muß gerade sein und fest im Kornfuß sitzen.

- Die Elnhlebe auf dem Kornfuß und auf dem Kornhalter müssen übereinstimmen; es darf nur ein Einhieb eichtbar sein.

- Der Kornfuß muß fe9t im Kornhalter sitzen.

- Beim IMG muß sich der Visierkamm beim Drehen der Stellschraube gleichmäßig verschieben und elcher gehalten werden.

f) alle Teile und das Zubehör sicher befestigt oder arretiert sind;

- Der Reinigungsstock muß zuverlässig befestigt sein.

- Das Zuaatzvleler für Nachtachießen muß in beiden Stellungen sicher gehalten werden.

- Das Nachtsichtgerät NSPU muß sich (bei Vorhandensein) zuverlässig befestiger lassen.

g) die Funktion der Abzugseinrichtung gewährleistet ist;

- Den Schalthebel euf Dauerfeuer stellen, die Schloßführung bis zum Anschlag nach hinten ziehen und wieder freigeben; sie muß nach vorn schnellen. Die Schloßführung erneut zurückziehen, den AbZuc betätigen und durch Halten des Spsnngriffes die Schloßführung langsam nach vorn gleiten lassen; bevor die Schloßführung die vorderste Stellung erreicht, muß ein Knacken (Aufschlag des Schlagstückes auf den Schlagbolzen) zu hören sein.

- Den Schalthebel Buf Einzelfeuer stellen, den Abzug betätigen, die Schloßführung bis zum Anschlag nach hinton ziehen und bei betätigtem Abzug freigeben sowie danach der Abzug freigeben: es muß ein Knacken (Schlagstück gleitet vom Unterbrecher zu den Haltanasen dos Abzugs) hörbar sein. Danach die Waffo sichern und den Abzug betätigen; der Abzug darf sich nicht durchziehen lassen, das Schlagstück muß gespannt bleiben. Anschließend die Waffe entsichern und den Abzug betätigen; des Aufschlagen des Schlagstückes auf den Schlagbolzen muß hörbar sein. - Der Schalthebel muß in jeder Schaltstollung zuverlässig gehalten werden.

h) die Sperren der Schulterstützo (MPi) odor des abklappbaren Kolbens (IMG) zuverlässig funktionieren, die Schulterstützo oder den 'abklappbaren Kolben in aus- und abgeklappter Lago ' genau festlegen sowie fest sitzen.

5.3. Laufende Wartung

Bei der LW folgende Arbeiten ausführen:

a) Dia Waffo gemäß Abschnitt 5.4.1. sowohl in zusammengesetzte« als auch auseinandergenommenem Zustand überprüfen.

b) Das Zubehör der Waffe auf Vollständigkeit und den Zustand der Teile kontrollieren. Dazu den Reinigungsaufsatz, die Reinigungsbürste und die ölbürste nacheinander mit dem Reinigungsstock verbinden; sie müssen fest auf dem Reinigungsstock gehalten werden, dürfen nicht vorbogen sein, und der obere Teil des Reinigungsaufsatzes muß »ich leicht drehen lassen. Die Dlbürste muß sauber sein und darf keine Borsten verlieren. Der Griff des Reinigungsstockes darf keine Risse, Beulen oder andere Beschädigungen aufweisen. Der Ölbehälter muß dicht sein. Der Schraubendreher darf nicht ausgebrochen sein, der Dorn muß gerade sein. Ladestrelfen und Übergangsstück dürfen keine Risse, Boulen odor Stoßstellen aufweisen. Die Patronen müssen sich leicht in den Löngsnuten dos Ladestreifens bewegen und von der Blattfeder gehalten werden. Der Ladestreifen muß zugig in das Übergangsstück passen und von der Blattfeder gehalten werden, das Ubergangsstück muß mit seinen umgobogenen Enden in die entsprechenden Nuten dos Magazins eingreifen.

c) Die Waffe gemäß Abschnitt 5.4.2. reinlgeh und einölen.

5.4. Wartungsarbeiten

Die Waffe zuerst in zusammengesetztem Zustand, danach auch in auseinandergenommenem Zustand überprüfen.

In zusammengesetztem Zustand folgende Tätigkeiten ausführen:

a) Die Überprüfungen gemäß Abschnitt 5.2. vornehmen.

b) Das Zuführen der Patrone in das Patronenlager sowie da9 Ausziehen und Auewerfen der Hülsen überprüfen. Oazu das Magazin mit einwandfreien ExorzierpBtronen füllen und an der Waffe ansetzen. Ohne die Magazinsperre zu betätigen, versuchen, das Magazin mit einer Hand abzunehmen. Das Magazin muß sich ohne Schwierigkeiten in den Magazindurchbruch des Gehäuses einführen 'lassen und zuverlässig von der Magazinsperre gehalten werden. Die Waffe nehrmals durchladen; die Exorzierpatronen müsssn ohne Ladehemmungen aus den Magazin in das Patronenlager eingeführt und aus dem Gehöuse ausgeworfen werden.

c) Don Zustand des Kolbens oder der Schulterstütze überprüfen.

Die Schrauben der Kolbenplatte müsset» vollständig eingeschraubt und die Schlitze der Schrauben sauber sein. Die Schulter3tütze darf nicht verbogen 9ein.

d) Den Zustand der Magazino überprüfen. Oio Magazine dürfen keine Risse, Beulen und Grate am Gehäuse und an den anderen Teilen aufweisen, die die Patronenzuführung behindern können. Der Ansatz der Sicherungsplatte muß den Magazinboden zuverlässig halten. Der Zubringer muß durch die Zubringerfeder zügig in die oberste Stellung gedrückt werden.

e) Bei der MPi den Zustand des Seitengewehrs überprüfen. Das Seitengowehr muß zuverlässig auf der MPi sitzen, sich leicht abnehmen lassen und zuverlässig in der Scheide gehalten werden. Die Klinge darf keine Scharten aufweisen, an der Scheide und am Griff dürfen keine Absplitterungen oder Risse vorhanden sein.

f) Belm IMG den Zustand des Zweibeins überprüfen. Das Zweiboin darf nicht verbogen sein, die Stützen müssen Im ausgeklappten und zusammengeklappten Zustand zuverlössig gehalten werden. Feder und Fodersperre müssen sich in einwandfreiem Zustand befinden, die Schelle des Zweibeins muß sich loicht auf dem Lauf drehen lassen.

Danach die Waffe auseinandernehmen und die Überprüfung der Einzelteile vornehmen.

Vor dem Überprüfen alle Teile reinigen, entölen und trockonreiben. In auseinandergenommenem Zustand die Teilnummern überprüfen urd allo Teile sorgfältig durchsohon, ob Metallteile Beatoßungon. Beulen, Druckstellen, ausgerissene Gewinde, Rostspuren oder Schmutzansatz, Holzteile Risse und Druckstellen, Kunststoff teils Risse und Absplitterungen aufweisen.

Bei der Durchsicht des Laufes insbesondere das Lauflnnore beachten. Don Lauf von dor Mündung aus durchsehen. Dazu in das Genöuse ein Stück weißes Papier einführen und den Lauf mit Gehäuse so halten, daß das Licht vom Papier rofloktiert wird und der. Lauf ausleuchtet. Das Patronenlager von Mundstück aus durchsehen. Typische Mängel Im Lauf können sein:

a) Brandnetz in Form sich schneldendor dünner Linien, die meist am Mundstück beginnen. Im weiteren bilden sich bein schießen Risse, und das Chrom löst sich, was zuerst als dunkler Punkt, dann als deutliche Abblatrerung erkennbar ist. Oberflächliches Reinigen führt an diesen Stelion zu Rostbildung, b) Vertiefungen im Metall, die sich nach hoher Schußzahl al3 Brand oder naen längerer Rosteinwirkung an Stellen mit Chrom-abblüiterungen bilden,

C) Felderabnutzung oder Abrundung der Felderkanten (besonders der llnkon), d) Laufaufbauchungen, die im Laufinnern als dunkler Schattenquerring oder Halbring bzw. an der Außenseite des Laufes als Auf-bauchung erkennbar sind, festgestellte Mängel dem Leiter Raketen- und Waffentechnischer Dienst melden. Die weitere Verwendung ist zulässig, außer bei von außen feststellbaren Laufaufbauchungen, wann die Waffe die Anschießbedingungen erfüllt.

Sei der äußeren Durchsicht des Laufes den Rand der Gaskummer auf Scharten und die Funktion des federnd gelagerten Sporrbolzens überprüfen. Der Sperrbolzen muß sich leicht r.it dem Finger oin-drücken lassen und nach Freigabe » Leder in die Ausgangsstellung zurückkehren. Bei eingedrücktem Sperrbolzen ouß eich der Mündungs-bremsekompensator oder der Mündungsfeuerdämpfer bzw. die Platz-patronendüse nit geringem Kraftaufwand vom Lauf abschrauben lassen. Bei der Durchsicht des Gehäuses prüfen, ob dor Auswerfer gebrochen ist, die Gleitflächen für die Schloßführung verbogen sind oder

Scharten aufweisen, der Kolben oder die Schultorstütze und das Grlff3tück lose sitzen und ob die Feder der Magazmsporro wirksam ist .

Boi der Durchsicht der Schloßführung auf die Befestigung des Gas-kolbons achten; er muß ein geringes Spiel haben.

Bei der Durcheicht des SchlosseB insbesondere den Schlagbolzen und die Auszloherkralle kontrollieren. Das Schieß senkrecht halten und um 180 drohen; der Schlagbolzen muß sich durch sein Eigengewicht im Schloß verlagern. Bei« Vordrücken des Schlagbolzens muß die Schlagbolzenspitze aus der Stirnflache des Schloßkopfes heraustreten; sie darf nicht beschädigt oder stark ausgebrannt sein. Den Auszieher mit dorn Finger zur Seite ziehen und freigeben; der Aus-zlehcr muß unter der Wirkung der Feder schnell in die Ausgangslage zurückkehren. Eine Exerzierpatrone unter die Auszieherkralle schieben und versuchen, die Exerzierpatrone nach vorn zu entfernen; die Auszieherkralle muß die Exerzierpatrone festhalten und darf keine Au3platzungen aufweisen.

Bei der Durchsicht der Schließer- und der Abzugseinrichtung inabesondere auf Brüche oder Deformierungen der Federn achten.

5.4.2. Reinigen und Einölen

Durch rechtzeitiges und richtiges Reinigen und Einölen der Waffe worden ein einwandfreier Zustand und die Einsatzbereitschaft gewährleistet. In der Einheit erfolgt das Reinigen a) bei der Vorbereitung zum Schießen (Entölen des Laufinneren);

b) nach dem Schießen mit scharfen Patronen oder Platzpatronen

- sofort nach dem Schießen auf dem Schießplatz oder 1» Gelände (Reinigen und Einölen von Gehäuse, Lauf, Gaskammer, Gaskol-ben, Schloßführung und Schloß),

- nach der Rückkehr in die Unterkunft am gleichen Tag und weiter taglich einmal an den folgenden 3 oder 4 Tagen (gründliches Reinigen der Waffe);

c) nach Gelandeausbildung ohne Schießen, nach der Rückkehr vom Wachdienst oder von der Ausbildung;

d) unter Gefechtsbedingungen und bei längeren Obungen täglich-in den Gefechts- oder Obungspausen.

Das Reinigen und Einölen der Waffe erfolgen unter unmittelbarer Aufsicht dos Gruppenführers. Er legt fest, bis zu welchem Grade die Waffe ausainandergenomner wird, kontrolliert den Zustand des Reinlgungsgeräces und der Reinigungsmittel, erteilt die Erlaubnis zum Einölen und Zusammensetzen der Waffo und überprüft das richtige Rölnigen. Einölen und Zusammensetzen. Nach den Reinigen die Waffe in Jede« Fall oinölen, wobei das Dl nur auf gut gereinigte und trockene Metall flächen gleich nach dorn Reinigen aufgetragen werden darf.

Zum Reinigen und Einölen folgende Mittel verwenden:

a) Waffenöl zum Reinigen und Einölen der "eile, b) Lappen zum Abwischen, Reinigen und Einölen der Waffe, c) Rolnlgungsdochte zun Reinigen des Laufinnaren.

Holzstäbchen können zum besseren Reinigen von Nuten, Ausnehmungen und Bohrungen verwendet werden.

Die Anwendung von Schleifmitteln (Schleifleinen, Sandpapier, Scheuermittel, Sand u. ä.) zum Reinigen der Waffe ist verboten. Zum Reinigen des Laufes mit Waffenöl einen Reinigungsdocht oder Lappen durch die Öse des Reinigungsaufsatzes ziehen, wobei die Enden des Reinigungsdochtes kürzer als der Schaft des Roinigungs-aufsatzes sein müssen und der Roinlgungsdocht so 3tsrk sein muß, daß sich ReinlgungBaufsatz mit Reinigungsdocht ohne großen Kraftaufwand mit einer Hand in don Louf einführen lassen. Etwas Waffenöl auf den Reinigungsdocht goben und mit dem Finger gleichmäßig verteilen. Die Waffe mit olner Hand an der Laufmündung halten, mit dor anderen Hand den aufgesetzten Behälter das Rainigungsgerätes erfassen sowie don Reinigungsstock mit Reinigungsaufsatz und Roinlgungsdocht in den Lauf einführen. Den Lauf -nehrnals über die gesamte Länge durchziehen. Oen Reinigungsstock herausziehen, den Reinigungsdocht erneuern und mit frischem Waffenöl tränken. In gleicher Weise den Louf mehrmals reinigen. Danach den Reinigungsstock sorgfältig abwischen, den Louf mit einen sauberen und trockenen Roinlgungsdocht und anschließend mit einem sauberen Lappen durchziehen. Den Loppen kontrollieren; bei Vorhandensein von Pulvorschleim, Rost oder Schmutz das Reinigen des Laufes wiederholen. Bleibt der Lappen sauber (ohne Pulverschleim oder Rostflecke), den Lauf gegen das Licht halten und sorgfältig von der Mündung und danach vom Patronenlager aus durchsahen, dabei den Lauf um seine Achse drehen. Besonders auf dio Kanten der Felder und die vollständige Entfernung des Pulverschleims achten. In Sinngemäß gleicher Weise das Patronenlager vom Gehäuse aus reinigen. Sollte dor Reinigungsstock mit dem Reinigungsaufsatz beim Reinigen im Lauf ateckenbleiben, etwas erwärmtes 'Waffenöl In den

Lauf oinfüllon und nach einigen Minuten erneut versuchen, den Reinigungsstack herauszuziehen. Läßt sich der Reinigungsstock nicht ontfernen, die Waffe zur Instandsetzung abgeben. Zum Reinigen der Gaskammer, des Führungsrohres und des Mündungs-bremsekompensators oder Mündungsfeuerdampfers die Teils mit Waffenöl anfeuchten und donach mit Reinigungedochten oder Lappen unter Verwendung des Reinigungsstockes oder eines Holzspatels reinigen. Bei starker Verschmutzung mit Pulverschleim das Waffenöl erst 3 ... 5 min einwirken lassen. Nach dem Roinigen die Teile trockenreiben und den Lauf auf das Zurückbleiben von Fremdkörpern überprü fen.

Zum Reinigen des Gehäuses, der Schloßführung, des Schlosses und des Gaskolbene einen mit Waffenöl getränkten Lappen verwenden. Bei starker Verschmutzung mit Pulversehl ein (nach dem Schießen) den Gaskolbon und die Stirnfläche des Schloßkopfes mit Waffenöl bestreichen oder mit einem mit Waffenöl getränkten Lappen umhüllen und da9 Waffenöl 3 ... 5 min einwirken lassen. Festsitzenden Pulverschleim mit einem Holzspatel lösen. Nach den Reinigen die Teile trockenreiben.

Alle anderen Metallteile der Waffe durch Abreiben mit einem Lappen-reinigen; bei starker Verschmutzung die Teile mit Waffenöl benetzen und anschließend trockenreiben. Die Holz- und Kunstatoff-teile nur mit einem trockenen Lappen abwischen. Die Lackabdeckung dor Louchtpunkte an Zusatzvisier für Nacht-schießen nur mit einem trockenen Lappen vorsichtig abwischen. Eine Berührung mit Waffenöl mindert die Leuchtkraft.

Boim Einölen des Laufes einen mit Waff.enöl getränkten Lappen in den Lauf einführen und 2- bis 3«al gleichmäßig durch die ganze Länge des Laufes ziehen; es muß sich überall ein dünner Ölfilm bilden. Danach das Patronenlager und den Mündungsbremsekompensator oder den Mündungsfeuerdämpfer gleichermaßen einölen. Die anderen Metallteile ebenfalls mit einem dünnen Ölfilm versehen. Die Holz-und Kunststoffteile sowie die Leuchtpunkte des Zusatzvisiers für Nachtschießen nicht einölen.

Bei Außentemperaturen unter 0 °C die Waffe erst nach einer Zeit von 10 .... 20 nin nach dem Einbringen in einen warmen Raum reinigen; die Waffe darf nicht mehr beschlagen sein.

6. Aufbewahrung und Traqeweise

Für die Aufbewahrung der MPi (des IMG) gelten die Festlegungen der OV 050/0/001 Ruketen- und waffontechnische Sicherstellung unter Garnisonbedingungen.

Bei der Ausbildung und auf dem Marsch die Waffe auf der rechten Schulter oder auf dem Rücken tragen, die MPi auch vor der Brust. Dabei den Trageriemen so einstellen, daß die V/affe nicht ari harten Ausrüstungsgegonstönden anschlagen kann. Ein Magazin jeweils In die Waffe einsetzen, diB anderen Magazine in den Magazintuschen unterbringen. Die MPi mit Schulterstütze in der Regel mit abgeklappter Schulterstütze, das IMG mit abklappbarem Kolben mit ausgeklapptem Kolben, außer beim Fallschirmspringen, tragen. In AusblldungspauBon und während der Rost die Wuffe an Trageriemen oder in der Hand halten; das IMG kann auch auf das Zweibein gestellt werden.

Wahrend der Fahrt auf Kfz und in SPW dio Waffe zwischen den Knien halten oder die vorhandenen Halterungen zur sicheren Aufnahme der Waffe nutzen. Dio Halterungen müssen funktionstüchtig soin und eine Beschädigung der Waffe vorhindern.

In jedem Fall die Waffe vor dem Eindringen von Wasser, Schnee und Schmutz in den Lauf schützen. Eingedrungenes Wasser bei mit der Laufmündung nach unten gehaltener Waffe durch Zurückziehen des Verschlusses und mehrmaliges Schütteln aus dum Lauf entfernen, Schnee und Schmjtz durch Durchziehen dos Laufes beseitigen.

7. Anschießen und Justleren 7,1, Allgemeines

MPi (IMG) müssen Justiert oder angeschossen sein. Das Dustieren oder Anschioßon erfolgt a) bei der Übernahme der Waffe durch don Truppenteil, die Einheit oder die Einrichtung, jedoch nicht bei Auslieferung durch den Hersteller (siehe Begleitdokument), b) nach einer Instandsetzung an dor Visiereinrichtung, c) wonn beim Schießen unbefriedigende Schießergabnisse erzielt werdon, die auf Fohler der Waffe zurückzuführen sind, d) wenn bei der Durchsicht der Waffe eine Laufaufbauchung festgs-

etellt wurde, o) vor dem Elnlagorn von Waffen (ele müssen Instand gesetzt sein). Vor dem Anschießen oder Dustleren die Waffe sorgfältig durchsehen und alle festgestellten Mängel beseitigen (nur funktionstüchtige Waffen anschießen).

Für das Dustieren und Anschießen sind die Einheitskommandeure verantwortlich; beim zuständigen Loitor Raketen- und Waffentechnischer Dienst sind das Dustiorcn und Anschießon zu planen. Oos Anschießen nehmen die durch Befehl festgelegten Anschießschützen vor; die Waffcnträger, der Gruppenführer und ein Waffenmeister mit erforderlichem Werkzeug müssen beim Anschießen anwesend sein.

Außer den Festlegungen in der A 0' der Schützenwaffen und Panzer-MG gen:

a) Schußentfernung b) Visiereinstellung c) Einstellung der Kimme (IMG)

d) Anschlag

- MPi mit Mündungsbremse-. kompen9ator

- IMG mit Mündungsfeuerdämpfer e) Scheibe f) Anker g) Haltepunkt (auf der Anschieß-. Scheibe)

h) Kontrollpunkt

1) Palronen (Stahlkerngeschoß)

1/004 Justieren und Anechießen ren folgende Anschleßbodlngun-

100 m

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